Gemeinsam als Pilger unterwegs...

 

zum Apostelgrab St. Matthias in Trier

 

 

„Ich lasse euch nicht als Waisen zurück!“

 

 

Mit der Seelsorgeeinheit Rheinbrohl, Hammerstein

und Leutesdorf

vom 10. - 13. Juni 2004

als Pilger unterwegs

 

(sich) Regen bringt Segen,

diese alte Bauernweisheit hat sicher schon jeder gehört oder gelesen. 19 Matthiaspilger/innen konnten sie am eigenen Leib erfahren.

Bereits zum fünften Mal, in Zusammenarbeit der KEB Rheinbrohl, machten sich Männer und Frauen aus unserer Pfarreiengemeinschaft auf den Fußweg zum Grab des Apostels Matthias in Trier.

Los ging’s am Fronleichnamstag, wo wir mittags mit der Fähre auf das andere Rheinufer übersetzten. Während wir unser Gepäck noch trocken in den Begleitbus verstauen konnten, verwandelte sich die Gruppe, die nun mit forschen Schritten das Brohltal hinaufwanderte, schon bald in eine bunte Schirmparade. Auch die nächsten Tage, die uns durch Wiesen und Wälder der Eifel führten, wurden wir auf Wetterfestigkeit geprüft. Diesen Test hat jeder Teilnehmer auf seine Weise gelöst und hervorragend bestanden. Jeder auf seine Weise – aber doch alle gemeinsam trugen wir auch das Motto der diesjährigen Pilgertour in unseren Köpfen mit: „Ich lasse euch nicht als Waisen zurück.“

Dieser Zusage Jesu, die im Johannes Evangelium geschrieben steht, wurde von den Pilgern im wahrsten Sinne des Wortes „nachgegangen“. Was bedeutet es ein Verwaister zu sein? – Wer kennt sie nicht, die Zeiten des völligen Verlassenseins?

Was hat Jesus dieser Einsamkeit entgegenzusetzen? – Das stundenlange Wandern, herausgelöst aus dem Alltag, gute Zuhörer und Gesprächspartner an der Seite, die Offenheit der Teilnehmer, vertraute Rastplätze und das klare Ziel – das Apostelgrab – vor Augen, ließ sich diesen Fragen gut nachspüren. Dass nach Regen auch immer wieder die Sonne hervorkommt: Die Pilger erlebten es live. Wie war es möglich, dass es gerade dann, wenn wir am Wegesrand Station machten, plötzlich nicht mehr regnete? Immer dann, wenn wir Pause machten um Gebete zu sprechen, „die Bibel zu teilen“, Lieder zu singen, schien es, als hätte jemand die Wolken weggeblasen. „Beim Pilgern ist alles so echt“, rang eine Teilnehmerin nach Worten. Auch die letzten Schritte am Sonntagmorgen über die Moselbrücke zur St. Matthias Basilika konnten wir trockenen bzw. getrockneten Fußes zurücklegen. Glücklich und ein wenig stolz feierten wir das Pilgerhochamt mit. „Verkündigung geschieht auch mit den Füßen“, predigte Pilgerbruder Hubert vom Mattheiser Benedikterkonvent. „Ich möchte noch 100 Jahre mitgehen“, resümierte einer der Pilger. Ich auch......ja und ich auch....... 

                       

                                                                Ruth Schwenker

Begegnung mit einer alten Bekannten...

Abendessen in der Jugendherberge Daun

Abtei Himmerod

die vier neuen Pilgerinnen

Ankunft in St. Matthias, Trier

Überreichung der Pilgerplakette

alle 19 Pilger am Grab des hl. Apostels Matthias

Abschied....